border/less

Eine japanisch-deutsche Gruppenausstellung
Eröffnung am Freitag, 12. Januar 2024 um 19 Uhr

Ausstellung

border/less

Eine japanisch-deutsche Gruppenausstellung
Eröffnung am Freitag, 12. Januar 2024 um 19 Uhr

© Olga Funk

Eröffnung am Freitag, 12. Januar 2024 um 19 Uhr

Begrüßung
Harufumi Murata, Direktor des Japanischen Kulturinstituts Köln

Einführung
Nana Tazuke-Steiniger, Kuratorin der Ausstellung

Gespräch der Kuratorin mit Anne Pöhlmann, Stipendiatin des Goethe-Instituts Villa Kamogawa in Kyoto (2017) und Dr. Raoul Humpert, Zentrum für internationale Kulturelle Bildung, Goethe-Institut Bonn

Schon seit jeher sind Menschen fasziniert von anderen Kulturen und haben sich auf den Weg gemacht, um bislang unbekanntes Terrain zu erkunden und den eigenen Horizont zu erweitern. Viele Reisende haben bei ihrer Rückkehr in die Heimat Gegenstände und anderes Material zur  Erinnerung oder zu Forschungszwecken mitgebracht.

Eine bekannte Persönlichkeit in diesem Zusammenhang ist der deutsche Diplomat Karl von Eisendecher (1841-1934), der während seines Aufenthaltes in Japan von 1875 bis 1882 Fotografien gesammelt und später mit nach Deutschland gebracht hat. Bemerkenswert ist, dass sich in der Sammlung keine Aufnahmen über den Einfluss der Industrialisierung auf das Land finden. Vielmehr hat von Eisendecher das Augenmerk auf traditionelle Aspekte gerichtet, die das vorherrschende Klischee von Japan im Ausland bedienten.

Auf Karl von Eisendechers Fotosammlung bezugnehmend beschäftigt sich die Ausstellung border/less mit den verschiedenen Perspektiven und der subjektiven Wahrnehmung, die bei der Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen eine maßgebliche Rolle spielen. Sie spürt die unsichtbaren Grenzen oder auch fließenden Übergänge zwischen dem Klischee und dem Objektiven, dem Künstlichen und der Natur, der Vergangenheit und Gegenwart, der Sehnsucht und Realität und nicht zuletzt zwischen der bildenden und angewandten Kunst auf.

Vor dem Hintergrund einer globalisierten Informationsgesellschaft geht sie der Frage nach, welche Erwartungen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugehörigkeit aneinander haben, in welcher Form sie einander begegnen und welche Rolle dabei ihre kulturellen Identitäten spielen.

border/less findet im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen Köln und Kyoto statt und zeigt sieben Positionen  zeitgenössischer Künstler*innen, die eng mit Köln und/oder Kyoto verbunden sind. Kuratiert wurde sie von der in Köln lebenden japanischen Kunsthistorikerin Nana Tazuke-Steiniger.

Beteiligte Künstler*innen
Antonia Gruber, Sayaka Kuramochi, Marie Ogoshi, Anne Pöhlmann, Oliver Sieber, Georgi Stanchev, Katja Stuke + Yoshinori Henguchi. Darüber  hinaus werden einige Fotografien aus der Sammlung des Karl von Eisendecher gezeigt.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Deutsch-Japanische Gesellschaft e.V. Köln
Kooperationspartner: Goethe-Institut
Gefördert von JT International Germany GmbH

Datum
12.01.2024 - 30.03.2024

Ort
Japanisches Kulturinstitut
Universitätsstraße 98
50674 Köln

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