WANDAFURU RAIFU

WONDERFUL LIFE

Film | Filme von Koreeda Hirokazu

WONDERFUL LIFE

ワンダフルライフ

WANDAFURU RAIFU

ワンダフルライフ
Es ist Montag in der Seelenversandstation, eine Woche voller gerade frisch Verstorbener, die in ihre individuelle Ewigkeit transformiert werden müssen, beginnt. Es wird sicherlich wieder nicht einfach werden, doch die so sorgsam und hart arbeitenden Verwaltungs- und Betreuerseelen geben gewisslich ihr Allerbestes. Für sie ist diese Aufgabe eine Berufung, sie sind zurückgeblieben, hätten schon längst in die ewige Gegenwart weitergekonnt, hängen aber vielleicht auch noch ein bisschen sehr am Leben? Der ein oder andere sicherlich, doch auch der wird eines Tages weiterwollen, bestimmt. Was geschieht nun in der Seelenversandstation? Alle frisch Verstorbenen kommen hier gleich nach ihrem Ableben an und haben nun eine Woche Zeit, sich eine Erinnerung auszusuchen, in der sie die Ewigkeit verbringen möchten. Die Betreuer versuchen in Gesprächen, gemeinsam mit ihnen herauszufinden, welche Erinnerung genau ihre jeweils schönste ist. Es sind weniger solche wie ein Besuch im Disneyland als etwas spirituell Substantielles für die finale Verwandlung. Viele Menschen haben auf Anhieb keine glückliche Erinnerung. Der Einsatz modernster Videotechnologie - jedes Leben wird komplett aufgezeichnet und kann aufgrund des dem Ort eigenen Raum-Zeit-Kontinuums eingesehen werden - sowie ganz schlicht geduldiges Fragen, Diskutieren und Überdenken führen langsam hin zu einem Punkt, da man sagen kann, „Ja, da war ich glücklich“.

Allein die Fiktion aber führt in die wahre Wirklichkeit der Ewigkeit und so baut anschließend eine Gruppe hochbegabter Filmschaffender eine verdichtete Version dieser Erinnerung nach, in die der nun nicht mehr ganz frisch Verstorbene gesetzt und gefilmt wird. Die letzte Wandlung vollzieht sich dann am Sonntag im Kino. Den Weiterzuverschickenden wird ihr Film vorgeführt, an dessen Ende sind sie aus dem Saal in die Ewigkeit entschwunden. Natürlich herrscht bei den frisch Verstorbenen oft heilloses Chaos im Kopf, in den Erinnerungen, natürlich wollen sie sich manchmal nicht mit den Dingen abfinden. Doch was ist, ist, und mehr gibt es nicht. Braucht es nicht.

Datum
18.04.2005 19:00 Uhr

Ort
Japanisches Kulturinstitut
Universitätsstraße 98
50674 Köln

Informationen zum Film

  • Regie: KOREEDA Hirokazu
  • Spieldauer: 118
  • Produktionsjahr: 1998
  • Übersetzung: OmdU

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